Stressreduktion – oder Erleuchtung? Etwas mehr innere Ruhe – oder tiefgehende Erkenntnis? Das Meditationsangebot in der Schweiz ist riesig. Beim Podcast Meditationsszene Schweiz führt Lukas Widmer Gesprächen mit Menschen, die schon lange meditieren, die Meditation unterrichten oder in ihren Alltag und Beruf einbauen. Wer sind sie? Wie sind sie zur Meditation gekommen? Was zeichnet ihre Praxis aus? Und was gibt ihnen die Meditation? Die Gespräche sind eine Möglichkeit von ihnen zu lernen und Tipps und Inspiration für die eigene Praxis und den eigenen Alltag mitzunehmen.
Hier der Trailer des Podcasts:
Staffel 1 des Podcast Meditationsszene Schweiz fokussierte auf Menschen, deren Meditation mit dem Buddhismus verbunden ist. Staffel 2 öffnet das Feld auch für Gespräche mit Praktizierenden aus anderen Traditionen und Staffel 3, Staffel 4 und Staffel 5 führen dies weiter.
Aktuelle Folge
Diese Folge ist ein Sommer-Special anstelle einer regulären Folge: Statt eines neuen biografischen Gesprächs treffen sich Dapel Rahel Gertsch – buddhistische Dharmalehrerin mit Schwerpunkt Ökodharma, bereits einmal zu Gast bei Meditationsszene Schweiz – und Lukas diesmal zu einem Gespräch unter Freunden statt zu einem klassischen Interview. Sie widmen sich einem Thema, das im ersten Gespräch kaum Platz hatte: der ökologischen Krise. Getroffen haben sie sich im Botanischen Garten Zürich, mitten in einer Hitzewelle im Juni 2026.
Anders als in einem klassischen Interview erzählen in dieser Folge beide: Lukas von seinem «Oh-shit-Moment» 2019 und Dapel von ihrem eigenen Weg: von einem früh vorhandenen Umweltinteresse über die Bedeutung dieses Themas in ihrer Zeit als Nonne bis zur Arbeit von Joanna Macy. Im Zentrum steht die Frage, wie man mit den Gefühlen der Klimakrise umgeht, ohne in Ohnmacht oder spirituellem Bypass zu landen – und wie buddhistische und meditative Werkzeuge dabei helfen können, aus einem Ort der Kraft statt des Mangels zu handeln.
Wir sprechen über:
😱 Der «Oh-shit-Moment» – wann die Klimakrise für beide wirklich real wurde
🌲 Kindheit zwischen Yanomami-Schulvortrag, Waldsterben und Tschernobyl
☸️ Böntraditionen im tibetischen Buddhismus – Naturgeister, Rituale und Klöster als Umweltbildner
🌱 Vom monastischen Rückzug zur erneuten Öffnung für die ökologische Krise
💧 Angst, Trauer und Ohnmacht – der emotionale Verlauf einer Klimakrisen-Konfrontation
🧭 Warum Fakten allein nichts verändern – und welche Werkzeuge es auf der Gefühlsebene braucht
🔥 Wut als Energie – zwischen Mitgefühl, Handlungskraft und Ausbrennen
🧘 Spiritueller Bypass – wenn Meditation zur Weltflucht statt zur Erdung wird
📖 Verzicht, Wachstum und die Geschichten, die wir uns über Wohlstand erzählen
🌊 Die Wasser-Metapher und die Polykrise – was wir von indigenen Völkern lernen können
🌀 Joanna Macys Spiralarbeit und das Öko-Sattva-Training
⏳ Vergänglichkeit als Trost und als Falle
🤝 Nachbarschaft, Gemeinschaft und lokale Resilienz als konkrete Antwort
Ein Gespräch, das weniger fertige Antworten liefert als Räume öffnet. Platz für Trauer, für Wut, für Dankbarkeit und für die Frage, was jede und jeder von uns gerade dort beitragen kann, wo er oder sie steht.
Online-Kurse, Bücher und Audio zum Umgang mit der Krise in Rubrik «Action» auf dieser Website
Bücher: ÖkoDharma von David Loy; Active Hope von Joanna Macy & Chris Jonstone; Generation Dread von Britt Wray
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Neueste Folgen
Am ersten Freitag im Monat erscheint jeweils eine neue Folge.
Diese Folge ist ein Sommer-Special anstelle einer regulären Folge: Statt eines neuen biografischen Gesprächs treffen sich Dapel Rahel Gertsch – buddhistische Dharmalehrerin mit Schwerpunkt Ökodharma, bereits einmal zu Gast bei Meditationsszene Schweiz – und Lukas Weiterlesen
Heidi Pfäffli-Bachmann ist Meditationslehrerin in der frühbuddhistischen Tradition und lebt in Luzern. Ausgebildet als Primarlehrerin, arbeitete sie als Heilpädagogin, studierte später Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Luzern und war Gründungsmitglied der Philosophischen Praxis Schweiz. Weiterlesen
Jürg Fassbind ist Organisationsberater, Coach und diplomierter Ritualfachmann. Aufgewachsen in einem dichten katholischen Festkalender in Schwyz, fand er über Umwege – Beinahe-Burnout, Suchphase, christliche Mystik, Lassalle-Haus – zu einer Praxis, die Meditation, Alltag und Ritualarbeit verbindet.